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Konstruktiver Austausch war gut

Katrin Ludwig, Lehrerin am technisch- gewerblichen und sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum (TGS BBZ) Neunkirchen, bezieht in diesem Gastbeitrag ausführlich zur Schülerförderung in der Tischlerausbildung Stellung:

Der Fachbereich Holztechnik im technisch-gewerblichen und sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen freut sich nach den Sommerferien auf den Unterrichtsstart in den modernen Unterrichtsräumen des frisch sanierten Gebäudes B im Jägermeisterpfad. In den großen Klassensälen ist neben der Standardausstattung mit WLAN-Gigabitanbindung und interaktiven Präsentationsmedien genügend Raum für Lehrmittel und fachpraktische Einrichtungen, um den beruflichen Alltag auch im Theorieunterricht optimal visualisieren zu können.

Alle fünf momentan im Tischlerhandwerk eingesetzten Kolleginnen und Kollegen haben vor ihrem pädagogischen Hochschulstudium eine Tischlerausbildung abgeschlossen und sind dadurch bestens mit dem Handwerksberuf vertraut.

Durch die unterschiedlichen Zweitfächer der Pädagogen im Fachbereich Holztechnik ist es möglich, den Berufsschulunterricht auch in den allgemeinbildenden Fächern mit berufsbezogenen Inhalten zu verknüpfen, sodass zum Beispiel auch Auszubildende mit Abitur beziehungsweise mit verkürzter Lehrzeit fachtheoretisch davon profitieren. Im Sportunterricht werden körperschonende Bewegungsabläufe der beruflichen Praxis geschult. Es ist im Fachbereich Holztechnik geplant, den Aspekt der körperlichen Fitness und Gesundheit der Schüler und Schülerinnen in Zusammenarbeit mit der IKK Südwest auszubauen, sobald dafür die personellen Ressourcen zur Verfügung stehen.

Der berufsbezogene Deutschunterricht der Tischlerklassen umfasst beispielhaft Inhalte wie das Arbeiten mit dem Fachbuch und technischen Merkblättern, Maschinenanweisungen, angemessene betriebliche Kommunikation, Führen des Berichtsheftes, Zeichnungslesen, Arbeitsablaufpläne, Möbel- sowie Vorgangsbeschreibungen, im Rahmen des Wettbewerbes „Ich gestalte mein Gesellenstück“ die Entwurfsbeschreibung und -begründung, das Anschreiben (als Geschäftsbrief) und die Stück- beziehungsweise Materialliste. Anstelle von Religion wird, aufgrund der sehr unterschiedlichen Konfessionen der Schüler und Schülerinnen, meist Ethik unterrichtet. Dabei werden Themen wie zum Beispiel „Werte, Moral und Gewissen: Ethisches Handeln und Entscheiden im Beruf“, Verantwortung übernehmen in Beruf und Betrieb, ressourcenschonendes, umweltbewusstes Handeln, Zertifizierungen von Hölzern (zum Beispiel FSC), nachhaltige Holzwirtschaft und regionale Hölzer berufsbezogen bearbeitet.

Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 stand dem TGS BBZ Neunkirchen eine Sozialarbeiterin des Projektes RespektCoach zur Verfügung, welche die Auszubildenden bei persönlichen Problemen und im Bedarfsfall auch bei der Versorgung mit Arbeitsmaterial für den Onlineunterricht unterstützt hat. Zudem bot sie sogar mit mehreren Praktikanten einen Kopierservice an, um zu gewährleisten, dass alle Berufsschüler und Schülerinnen ihre Arbeitsmaterialen vervollständigen konnten. Auszubildende können ihre Sorgen und Probleme außerdem mit Verbindungslehrern, einer Pastoralreferentin und einem Psychologen besprechen. Im kommenden Schuljahr wird das Team aus insgesamt sechs sozialpädagogischen Kräften um eine weitere Stelle ergänzt.

Im Online-Unterricht des zweiten Lockdowns wurden in Neunkirchen die Lernangebote grundsätzlich zu den regulären Unterrichtszeiten mit Videokonferenzen und Arbeitsaufträgen gemacht. Trotz des großen Engagements des Kollegiums, insbesondere im Team der Holztechnik, kann ein Fernunterricht aber nicht die Qualität und Effizienz der Präsenzveranstaltungen im Berufsbildungszentrum erreichen. Zur Verringerung von fachlichen und sozialen Defiziten, welche zum Teil während der Pandemie entstanden sind, realisiert das TGS BBZ Neunkirchen im kommenden Schuljahr unterschiedliche Förderkonzepte.

Die Schulleitung sowie die Fachkolleginnen und -kollegen haben gerne an einem konstruktiven Austausch mit den Vorstandsvertretern der Schreinerinnung Michael Peter, Karl Friedrich Hodapp, Raphael Haas und dem Landeslehrlingswart Peter Dincher im Ministerium für Bildung und Kultur teilgenommen. Das Team des TGS BBZ Neunkirchen ist sehr an einer engen Zusammenarbeit mit den Ausbildungspartnern im dualen System interessiert. Alle Kolleginnen und Kollegen engagieren sich ehrenamtlich in Prüfungsausschüssen und organisieren die Kammerprüfungen in den Räumlichkeiten der Neunkircher Berufsschule. Alle Ausbildungsbetriebe sind herzlich zu den „Runden Tischen“ eingeladen, welche regelmäßig im TGS BBZ Neunkirchen stattfinden. Schulleitung und Kollegium stehen stets zu einem direkten Austausch mit den betrieblichen Partnern zum Wohle der Auszubildenden zur Verfügung.

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