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Licht und Schatten beim Heizen

Energiesparen mit der Wärmepumpe ist derzeit ein großes Thema. Nach der Modernisierung der Schreinerlehrwerkstatt in Saarbrücken-Von der Heydt ist eine derartige Anlage jetzt über ein Jahr in Betrieb. Ein Erfahrungsbericht.

Der Wirtschaftsverband Holz und Kunststoff betreibt eine große Wärmepumpe zur Beheizung seiner Schreinerlehrwerkstatt in Saarbrücken-Von der Heydt. Da die Voraussetzungen dort aufgrund der vorhandenen Bausubstanz problematisch erschienen, wurde die neue Heizungsanlage so geplant, dass sich bei hohem Wärmebedarf im Winter eine Ölheizung mit Brennwerttechnik zuschaltet.

Nun ist die Anlage ein volles Kalenderjahr in Betrieb und man kann den Energieverbrauch und die damit zusammenhängenden Kosten erstmals bestimmen. Insgesamt produzierte die eigene Photovoltaik- Anlage (PV-Anlage) Solarstrom im Umfang von etwas über 48.000 Ki lowat tstunden (kWh). Laut Rechnung von Energie SaarLorLux lag der Fremd-Stromverbrauch in 2022 bei rund 62.000 kWh, hinzu kamen rund 21.000 kWh für den Eigenverbrauch selbst produzierten Photovoltaik- Stroms. Mithin lag der Gesamtstromverbrauch im letzten Kalenderjahr bei rund 83.000 kWh. Auf der Basis des Stromverbrauches in 2018 (rund 50.000 kWh) ergibt sich ein Stromverbrauch nur für Heizzwecke von 33.000 kWh. Allgemein rechnet man damit, dass 1 kWh Strom 3 kWh Heizenergie bedeuten. Damit läge man bei einem Heizenergiebedarf von 100.000 kWh, zu dem jedoch noch 5.700 Liter Heizöl hinzukommen. In Kilowattstunden umgerechnet ergeben sich rund 57.000 kWh, sodass man einen Heizenergieverbrauch von hochgerechnet 160.000 kWh erhält. Aufgrund des früheren durchschnittlichen Heizölverbrauchs von 17.000 Liter pro Jahr lag in der Vergangenheit der Gebäudeenergiebedarf bei 170.000 kWh.

Die beiden Werte liegen so nahe beieinander, dass man durchaus von einer realistischen Situation ausgehen kann. „Die anfängliche Skepsis gegenüber der Wärmepumpe hinsichtlich des Energieverbrauchs – oder besser: Stromverbrauchs – hat sich dadurch gelegt“, so Verbandsgeschäftsführer Michael Peter. Dies gilt insbesondere auch für die Kostenseite. Bei den aktuellen Ölpreisen hätten 17.000 Liter gut und gerne 20.000 Euro gekostet, während – mit den letztjährigen Strompreisen – insgesamt tatsächlich rund 16.000 Euro für die Beheizung der 1.500 Quadratmeter in Von der Heydt anfielen!

Es bleiben jedoch zwei Kritikpunkte an der Wärmepumpentechnik: Zum einen ist es in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle bei besonders niedrigen Temperaturen schlicht und ergreifend zu kalt, was daran liegen mag, dass es die Räumlichkeiten sind, die am weitesten von der Heizungsanlage entfernt liegen. Zum anderen stand die Wärmepumpe im Jahr 2022 drei Monate wegen eines Defektes still und die Heizung funktionierte allein mit der Öl-Brennwerttechnik. Hier kann und darf es nicht sein, dass ein großer deutscher Hersteller von Heiztechnik sechs Wochen benötigt, um den Defekt zu finden und es dann weitere sechs Wochen dauert, bis ein noch größerer deutscher Elektrokonzern das Ersatzteil liefern kann.

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